Mühlen in Burguffeln

1777 wird vor der im Jahre 1571 von den Herrn von Uffeln erbauten Dorfmühle gesagt , daß sie einen oberschlächtigen Mahlgang besitze , 60 Tonnen Brotgetreide im Jahr mahlen könne , in Wirklichkeit (Wassermangel) nur die Hälfte davon schaffe . Der Pächter entrichtete dem Gutsherrn 28,8 Doppelzentner Roggen , 3 Rtl. Schweinefuttergeld , 8 Hennen , 100 Eier , auch muß er unentgeldlich zwei Fuhren nach Kassel machen . Die Mühle hat am oberen Ende des Dorfes , nach Calden zu gelegen , wo heute das Dippelsche Haus steht . Von dem riesenstarken Müller Dippel wird erzählt , daß er das Getreide sackweise auf dem Rücken von der am entgegengesetzten Dorfende gelegende Domäne geholt habe . Die Dorfmühle ist zuletzt mit zwei Wasserräder ausgerüstet gewesen , wovon eines einen Holzschneidegang aber auch den Schlaggang der Ölmühle trieb . Bis Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts ist darin Brotfrucht gemahlen und bis 1904 geschrotet worden . 1777 besitzt Johannes Georg Müller die Bergmühle . Sie hat einen oberschläcktigen Mahlgang und leistet soviel wie die Dorfmühle . Bis 1908 ist in ihr Brotgetreide gemahlen und bis 1920 geschrotet worden . Der letzte Müller ist Karl Neuhahn gewesen , der in den 90er Jahren nach Burguffeln kam . Die Bergmühle und die nachgenannte Lindenmühle werden schon in der altesten erhaltenen Grebensteiner Amtsrechnung von 1425/26 aufgeführt und 1428 als landgräfliche Mühlen „auf Weinkauf“ verliehen . 1432 wird in ihr für Immenhausen gemahlen . Das Weinkaufgeld beträgt beim Bergmüller 1 Gulden , beim Lindenmüller 2 Gulden . 1777 ist die Lindenmühle im Besitz von Tobias Sachtleben . Sie hat vorher den Herrn von Uffeln gehört . Der Besitzer hat sie mit 21 Acker Land und Wiese für 400 Rtl. gekauft . Sie hat einen oberschlächtigen Mahlgang , kann aber im Durchschnitt nur ein halbes Jahr mahlen und erzielt eine Leistung von rund 40 Tonnen . Der Lindenmüller ist seit 1904 Hermann Jeppe . Er hat die Mühle 1906 umgebaut . Das oberschlächtige Wasserrad ist 4 Meter hoch 1,48 Meter breit . Die Welle besteht aus Holz . Der Müller kann 600-700 Tonnen im Jahr mahlen . Die wirkliche Leistung liegt aus zeitbedingten Gründen niedriger . Keine der drei Burguffeler Mühlen ist Bannmühle gewesen.

Alte und neue Ansicht der Lindenmühle

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